12 Euro Mindestlohn – zu jeder Zeit eine gerechte Maßnahme!

12 Euro Mindestlohn – zu jeder Zeit eine gerechte Maßnahme!

Ange­sichts der drit­ten Erhö­hung des Min­dest­lohns im Lau­fe der Legis­la­tur­pe­ri­ode auf nun­mehr 12 Euro erklärt Micha­el Schro­di, der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te für Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck:

„Ver­spre­chen gehal­ten! Es war für die SPD eines der wich­tigs­ten Zie­le im Wahl­kampf: Der gesetz­li­che Min­dest­lohn muss erhöht wer­den, und zwar signi­fi­kant“, freut sich Schro­di. Der Finanz­po­li­ti­ker weist dar­auf hin, dass im Land­kreis Fürs­ten­feld­bruck wie auch im Land­kreis Dach­au jeweils zwi­schen 13 000 und 14 000 Erwerbs­tä­ti­ge ein deut­li­ches Plus auf ihrem Erwerbs­zet­tel erwar­ten dür­fen. In ganz Deutsch­land pro­fi­tie­ren rund sechs Mil­lio­nen Men­schen. Schon bei der letz­ten Abstim­mung im Bun­des­tag zur Erhö­hung im ver­gan­ge­nen Som­mer hat­te sich abge­zeich­net, dass ein erhöh­ter Min­dest­lohn noch bedeut­sa­mer wird als ursprüng­lich gedacht. Die aktu­el­le Teue­rungs­ra­te macht vor allem jenen zu schaf­fen, die schon unter der Pan­de­mie wirt­schaft­lich beson­ders gelit­ten haben. Ein höhe­rer Lohn leis­te des­halb einen enorm wich­ti­gen Bei­trag, so Schro­di, um Ein­kom­men am unte­ren Rand der Ein­kom­mens­ver­tei­lung zu sta­bi­li­sie­ren. Und so kom­me die Anhe­bung des Min­dest­lohns für vie­le genau zur rech­ten Zeit. Eine wei­te­re Erhö­hung wird im Som­mer 2023 bera­ten. Bis dahin bekom­men Voll­zeit­be­schäf­tig­te, die 40 Stun­den zum Min­dest­lohn arbei­ten, 2100 Euro brut­to, statt zuvor 1800 Euro. Min­des­tens genau­so wich­tig wie die Erhö­hung des Min­dest­lohns sei­en aber, so der SPD-Poli­ti­ker, auch die Tarif­bin­dung, höhe­re Löh­ne und bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen. Pro­fi­tie­ren wer­den auf die­sem Weg noch viel mehr Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer.

„In Zei­ten wie die­sen zeigt sich wie­der ein­mal, wie wich­tig es ist, sich für sozi­al gerech­te Poli­tik ein­zu­set­zen: Wür­de man erst jetzt einen Gesetz­ent­wurf für einen Min­dest­lohn ein­brin­gen, käme die Hil­fe ange­sichts der Kri­se viel zu spät“, sagt Schro­di. Weil auch zahl­rei­che Stu­di­en belegt hät­ten, dass eine Erhö­hung eine Infla­ti­on so gut wie gar nicht ver­stärkt, könn­ten die posi­ti­ven Aspek­te sogar noch stär­ker aus­fal­len als erwar­tet. „Es ist ein­fach ein Ammen­mär­chen, dass höhe­re Löh­ne Arbeits­plät­ze kos­ten. In der Gas­tro­no­mie haben im Jahr 2021 fast zwei Drit­tel der fest Ange­stell­ten unter Min­dest­lohn gear­bei­tet. So kön­ne man hof­fen, dass die Anhe­bung dem Per­so­nal­man­gel in der Gas­tro­no­mie­bran­che ein wenig ent­ge­gen­wir­ke. Dar­über hin­aus sei auch ein lang­fris­ti­ger Effekt her­vor­zu­he­ben: „Die Anhe­bung ist ein wich­ti­ges Mit­tel, um der Alters­ar­mut vor­zu­grei­fen, vor allem in Hin­blick auf Frau­en, die oft­mals im sel­ben Job immer noch weni­ger ver­die­nen als Män­ner“, gibt Schro­di zu beden­ken. „Aber der Min­dest­lohn darf nur die unters­te Gren­ze sein! Weil Arbeit etwas wert ist, wer­den wir auch in Zukunft, etwa mit einer Bun­des­ta­rif­treu­e­re­ge­lung, dafür sor­gen, dass mehr Unter­neh­men Tarif­ver­trä­ge abschlie­ßen - mit guten Tarif­löh­nen für die Beschäf­tig­ten.