
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch beschlossen, das Kindergeld künftig antragslos auszuzahlen. „Wir begegnen Familien mit Vertrauen statt mit Formularen“, sagt Michael Schrodi, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen.
Die entscheidende Änderung zum bisherigen Vorgehen: Künftig soll das Kindergeld nach der Geburt des Kindes automatisch ausgezahlt werden – ohne zusätzlichen Antrag. Es genügt künftig, dass ein Elternteil mit dem Kind in Deutschland wohnt und die IBAN eines Elternteils vorliegt. „Das bringt erhebliche Erleichterungen für tausende Eltern in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau“, sagt Schrodi. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) rechnet damit, dass bundesweit circa 300.000 Erstanträge pro Jahr nicht mehr gestellt werden müssen. Das Gesetz soll 2027 in Kraft treten. „So gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einem moderneren Staat und machen das Leben von Familien ein Stück leichter“, betont Schrodi.
Bürgerinnen und Bürger können dem BZSt schon heute ihre IBAN mitteilen – entweder über das Portal ELSTER oder über die App IBAN+. Darüber hinaus plant die Bundesregierung Investitionen in die Chancengleichheit für alle Kinder. Von 2026 bis 2029 stellt der Bund jährlich fast eine Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung zur Verfügung. Hinzu kommen weitere 2,5 Milliarden Euro für die Digitalisierung an Schulen. Allein im Jahr 2026 kommen außerdem 1,1 Mrd. Euro für Kinder- und Jugendhilfe hinzu.
