Zivilgesellschaft stärken statt gängeln!

Zivilgesellschaft stärken statt gängeln!

Kla­re Kan­te gegen CSU-Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er: Sor­gen Sie end­lich für kos­ten­lo­se Hard­ware­nach­rüs­tun­gen und hören Sie auf, gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen mit der Andro­hung des Ent­zugs der Gemein­nüt­zig­keit zu schi­ka­nie­ren.

In mei­ner gest­ri­gen Rede im Bun­des­tag habe ich betont, dass die Zivil­ge­sell­schaft gestärkt wer­den muss und nicht als Sün­den­bock für poli­ti­sche Ver­feh­lun­gen die­nen darf.

Denn wir kri­ti­sie­ren zurecht, dass in ande­ren euro­päi­schen Län­dern zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen kri­mi­na­li­siert wer­den, wenn sie poli­tisch unlieb­sa­me Posi­tio­nen ver­tre­ten. Gleich­zei­tig droht die CDU/CSU aber auch die FDP Orga­ni­sa­tio­nen wie der Umwelt­hil­fe, BUND und ande­ren hier­zu­lan­de mit dem Ent­zug der Gemein­nüt­zig­keit, etwa weil sie sich in der Die­sel­af­fä­re für ver­pflich­ten­de Hard­ware­nach­rüs­tun­gen durch die Auto­mo­bil­in­dus­trie ein­set­zen. So geht es nicht!

Eine der­ar­ti­ge Ein­mi­schung von Regie­rung oder Par­tei­en wie der CSU in die Struk­tu­ren der Orga­ni­sa­tio­nen ist nicht hin­nehm­bar. Auch wenn sie teils kri­tik­wür­di­ge Posi­tio­nen ver­tre­ten, dür­fen die Orga­ni­sa­tio­nen nicht als Sün­den­bö­cke für kla­re poli­ti­sche Ver­feh­lun­gen hin­ge­stellt wer­den. Ganz im Gegen­teil haben wir im Koali­ti­ons­ver­trag sogar beschlos­sen, die Zivil­ge­sell­schaft zu stär­ken und zu för­dern!

Eine plu­ra­le, demo­kra­ti­sche Gesell­schaft muss kon­tro­ver­se Posi­tio­nen aus­hal­ten und mit ihnen umge­hen kön­nen.

Mei­ne zwei­te Rede zur Gemein­nüt­zig­keit am 31.1.2019