Mangelhafte Klimapolitik der CSU gefährdet Arbeitsplätze im Landkreis

Mangelhafte Klimapolitik der CSU gefährdet Arbeitsplätze im Landkreis

Die aktu­el­le Stu­die „Bay­ern kli­ma­neu­tral und sozi­al“, die das Deut­sche Insti­tut für Wirt­schaft (DIW Econ) im Auf­trag der Bay­ern­SPD-Land­tags­frak­ti­on erstellt hat, attes­tiert der CSU-geführ­ten Baye­ri­schen Lan­des­re­gie­rung gro­ße Ver­säum­nis­se bei der Trans­for­ma­ti­on des Frei­staats hin zur Kli­ma­neu­tra­li­tät. Micha­el Schro­di, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck: „Die Stu­die zeigt ein­deu­tig: Die CSU in Bund und Land gefähr­det Arbeits­plät­ze und die wirt­schaft­li­che Stär­ke Bay­erns und lässt die Men­schen mit den Her­aus­for­de­run­gen der Trans­for­ma­ti­on allein. Wir brau­chen drin­gend ambi­tio­nier­te­res poli­ti­sches Han­deln!“

Drin­gen­der Hand­lungs­be­darf besteht der DIW-Stu­die zufol­ge ins­be­son­de­re in den Berei­chen Ener­gie, Ver­kehr, Gebäu­de und Indus­trie. Die Wis­sen­schaft­ler mah­nen ein schnel­le­res Tem­po beim Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien, vor allem der Wind­kraft an. „Seit 2014 ist der Aus­bau der Wind­kraft in Bay­ern nahe­zu zum Erlie­gen gekom­men. Schuld dar­an ist beson­ders die restrik­ti­ve 10-H-Abstands­re­ge­lung. In Anbe­tracht der Abschal­tung der letz­ten Kern­kraft­wer­ke, des schlep­pen­den Netz­aus­baus und des stei­gen­den Strom­be­darfs, ris­kie­ren wir nicht nur höhe­re Strom­prei­se für Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher, son­dern nega­ti­ve Fol­gen für unse­re Indus­trie. Unter­neh­men in der Regi­on wie MAN und MTU stel­len ihre Pro­duk­ti­on um und set­zen auf kli­ma­freund­li­che Lösun­gen. Dafür brau­chen sie Strom aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien“, erläu­tert Micha­el Schro­di. „Aktu­ell ver­hin­dern auch die abge­senk­ten mili­tä­ri­schen und zivi­len Flug­hö­hen den Aus­bau der Wind­kraft in unse­rer Regi­on. Gera­de das von CSU-Minis­ter Andre­as Scheu­er geführt Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um müss­te han­deln, damit der Flug­ver­kehr nicht den Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien aus­bremst. Scheu­er scheint aber ande­re Inter­es­sen zu ver­fol­gen“, zeigt sich Schro­di ver­är­gert.

Gro­ßer Nach­hol­be­darf besteht in Bay­ern auch beim flä­chen­de­cken­den Aus­bau des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs. Beson­ders kri­tisch: Die Erreich­bar­keit mit dem ÖPNV ist in Bay­ern im Ver­gleich der deut­schen Flä­chen­län­der unter­durch­schnitt­lich, ins­be­son­de­re in Regio­nen mit nied­ri­gen Haus­halts­ein­kom­men. „Umso wich­ti­ger ist es, dass wir unse­re Kom­mu­nen finan­zi­ell und per­so­nell stär­ken, damit die­se die Trans­for­ma­ti­on vor Ort bewäl­ti­gen kön­nen, das ÖPNV-Netz aus­bau­en und auf kli­ma­freund­li­che Antrie­be umstel­len“, mahnt der SPD-Poli­ti­ker. „Ins­ge­samt zeigt die Stu­die ein­dring­lich, wie groß der Hand­lungs- und Zeit­druck ist. Zen­tral ist dabei, dass eine sozi­al-öko­lo­gi­sche Trans­for­ma­ti­on nega­ti­ve Umwelt- und Kli­ma­schä­den ver­mei­det und gleich­zei­tig nach­hal­ti­gen Wohl­stand für alle Ein­kom­mens­grup­pen und zukünf­ti­ge Gene­ra­tio­nen schafft. Dazu brau­chen wir mas­si­ve Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen, auch bei uns vor Ort“, for­dert Micha­el Schro­di. „Der Spar­kurs der CSU bei Inves­ti­tio­nen, ihre Blo­cka­de beim Aus­bau der Erneu­er­ba­ren und ihre Wei­ge­rung, die Kos­ten des CO2-Prei­ses fair auf Ver­mie­ter und Mie­ter zu ver­tei­len - für all das zah­len am Ende die Men­schen in Bay­ern die Zeche. Gemein­sam mit Olaf Scholz wer­den wir das schon nach der Bun­des­tags­wahl ohne den Brems­klotz CSU anders machen“, ver­spricht Schro­di.