Söders Regierungserklärung zum Klimaschutz ist einziger Offenbarungseid!

Söders Regierungserklärung zum Klimaschutz ist einziger Offenbarungseid!

In der heu­ti­gen Regie­rungs­er­klä­rung hat der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent das getan, was er immer tut: Blu­mig ver­pack­te Ankün­di­gung ohne poli­ti­sche Sub­stanz. Micha­el Schro­di: „Die CSU war, ist und bleibt der Brem­ser beim Kli­ma­schutz in Bund und Land.“

Mar­kus Söder hat­te bereits 2020 eine Solar­pflicht in Bay­ern ange­kün­digt. Bis heu­te wur­de sie nicht umge­setzt. Jetzt schiebt er die Ver­ant­wor­tung auf die Bun­des­ebe­ne ab. Im Ent­wurf des „Kli­ma­schutz-Sofort­pro­gramms 2022“ vom Juni die­sen Jah­res hat­te Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze und die SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on eine bun­des­wei­te Pho­to­vol­ta­ik­pflicht für Neu­bau­ten bereits vor­ge­se­hen. CDU und CSU aber haben die­se Solar­pflicht wie­der gestri­chen. „Söder spielt sich als Kli­ma­schüt­zer auf und ver­hin­dert gleich­zei­tig den Aus­bau der Solar­ener­gie auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne. Und das auf Kos­ten des not­wen­di­gen Kli­ma­schut­zes“, zeigt sich Micha­el Schro­di, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Mit­glied im Umwelt­aus­schuss, empört. Ähn­li­ches gilt bei der Wind­kraft. Rich­tig ist: In Baden-Würt­tem­berg, wo Grün und Schwarz regie­ren, geht es mit dem Wind­kraft­aus­bau noch schlep­pen­der vor­an. In Bay­ern wird die Wind­kraft aber wei­ter­hin von der 10 H-Rege­lung aus­ge­bremst. „Und im Bund haben CSU und CDU bis zuletzt die not­wen­di­ge Anhe­bung der Aus­bau­zie­le für die Wind­kraft ver­hin­dert, indem sie den Strom­be­darf für das Jahr 2030 bewusst zu gering ange­setzt haben. Das hat Vize­kanz­ler Olaf Scholz auch öffent­lich scharf kri­ti­siert“, weiß Micha­el Schro­di aus den koali­ti­ons­in­ter­nen Ver­hand­lungs­run­den mit der CSU und CDU.

Vor Ort ver­hin­dern zudem die erst vor Kur­zem abge­senk­ten mili­tä­ri­schen und zivi­len Flug­hö­hen die letz­ten Wind­kraft­stand­or­te, die trotz 10H noch mög­lich wären. „Wir kön­nen unse­re Kli­ma­schutz­zie­le nur ein­hal­ten, wenn wir die Hür­den für die Erneu­er­ba­ren Ener­gien abbau­en. Des­halb müs­sen die Flug­hö­hen wie­der ange­ho­ben wer­den. Lei­der haben das Bun­des­wirt­schafts-, das Ver­tei­di­gungs- und das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um auf mei­ne Anfra­gen kei­ne aus­sa­ge­kräf­ti­gen Ant­wor­ten gelie­fert. Aber ich wer­de dran­blei­ben“, ver­spricht Micha­el Schro­di. Und er pflich­tet Vize­kanz­ler Olaf Scholz bei: Für eine fort­schritt­li­che Poli­tik ist ab dem 26. Sep­tem­ber eine Bun­des­re­gie­rung ohne CDU/CSU not­wen­dig. „Für eine sol­che Mehr­heit kämp­fen wir bis zum Wahl­tag um jede Stim­me für die SPD!“