Gute Nachrichten auch für die Unternehmen im Landkreis

Gute Nachrichten auch für die Unternehmen im Landkreis

Die Mit­tel ste­hen bereit, die Aus­zah­lung der Wirt­schafts­hil­fen läuft aber zu lang­sam an. Dies hat­te Micha­el Schro­di moniert und gegen­über Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Alt­mai­er (CDU) mehr Tem­po ange­mahnt. Die Rück­mel­dun­gen aus dem Land­kreis zei­gen: Auch hier war­ten Antrag­stel­ler teil­wei­se auf ihr Geld. Aktu­el­le Zah­len aus dem für die Aus­zah­lung zustän­di­gen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um offen­ba­ren jedoch, dass die Mit­tel gera­de für klei­ne Unter­neh­men abflie­ßen. Die erneu­ten Ver­bes­se­run­gen bei den Novem­ber-, Dezem­ber- und Über­brü­ckungs­hil­fen begrüßt Micha­el Schro­di aus­drück­lich.

Schro­di, der sich gera­de inten­siv mit den Hil­fen für Fir­men im Land­kreis beschäf­tigt, hat­te kürz­lich über eine Pres­se­mit­tei­lung um Feed­back bezüg­lich der Aus­zah­lun­gen von Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fen gebe­ten und bedankt sich bei den Fir­men, die ihm zurück­ge­schrie­ben haben: „Auf die­se Wei­se woll­te ich in Erfah­rung brin­gen, wie schwie­rig sich die Lage in unse­rem Land­kreis dar­stellt und wo ich als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter noch wei­ter­hel­fen kann.“

Aus dem Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um erhielt er Mit­te Janu­ar Zah­len und deren Auf­schlüs­se­lun­gen zu Antrag­stel­lun­gen und För­der­sum­men (Stand: 07.01.2021): Rund 360.000 Anträ­ge auf Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fe wur­den seit dem 25. Novem­ber 2020 in Deutsch­land ins­ge­samt gestellt – rund 58.000 davon aus Bay­ern. Von den in Bay­ern direkt bean­trag­ten gut 37 Mil­lio­nen Euro Novem­ber- und Dezem­ber­hil­fe wur­den bis­her 24,4 Mil­lio­nen Euro im beschleu­nig­ten Ver­fah­ren aus­ge­zahlt, also 66 Pro­zent. Dies betrifft vor allem klei­ne Unter­neh­men und Solo­selb­stän­di­ge. Über Steu­er­be­ra­ter wur­de immer­hin das 25-fache an Hil­fen bean­tragt, mit 930 Mil­lio­nen fast eine Mil­li­ar­de Euro. Hier wur­den bis­her nur Abschlags­zah­lun­gen in Höhe von 260 Mil­lio­nen Euro über­wie­sen. Das sind zwar nur 28 Pro­zent der bean­trag­ten Sum­me, aber immer­hin deut­lich über einer Vier­tel­mil­li­ar­de Euro.

„Das muss noch schnel­ler gehen“, fin­det Schro­di, denn vie­le Betrof­fe­ne gerie­ten durch die ver­zö­ger­te Aus­zah­lung in Not­la­gen. Die hohe Anzahl der Anträ­ge zei­ge aber, dass die ange­bo­te­nen Hil­fen ange­nom­men wür­den. Micha­el Schro­di:

„Auch mir war nicht klar, dass tat­säch­lich bun­des­weit 360.000 Anträ­ge über eine Sum­me von ins­ge­samt fast 5,5 Mrd. Euro gestellt wur­den. Das führt natür­lich zu gro­ßer Arbeits­be­las­tung und län­ge­ren Bear­bei­tungs­zei­ten bei den steu­er­be­ra­ten­den Beru­fen und der Ver­wal­tung. Nun aber lau­fen immer mehr Zah­lun­gen an. Ich bin aber trotz­dem erleich­tert, dass wir einen gewis­sen Druck auf Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Alt­mai­er auf­bau­en konn­ten und aufs Tem­po gedrückt haben. Die Men­schen, die hin­ter den Fir­men ste­hen, haben kei­ne Rück­la­gen mehr. Es wird jetzt höchs­te Zeit, dass sie wie­der in schwar­ze Zah­len kom­men!“

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz und die Bun­des­re­gie­rung haben aktu­ell noch ein­mal die Finanz­hil­fen auf­ge­stockt und unter ande­rem in fol­gen­den Punk­ten ver­bes­sert: Der Zugang zur Über­brü­ckungs­hil­fe III (ab Janu­ar 2021) wird ver­ein­facht und erwei­tert. Antrags­be­rech­tigt sind Unter­neh­men bei einem Umsatz­ein­bruch in einem Monat von min­des­tens 30 Pro­zent. Die Über­brü­ckungs­hil­fe gilt bis zu 1,5 Mil­lio­nen Euro pro Monat.

„Wir müs­sen alles dafür tun, dass wir mit vol­ler Kraft aus der Kri­se kom­men“, zitiert Finanz­po­li­ti­ker Schro­di den Finanz­mi­nis­ter. Dies zei­ge sich beson­ders auch bei den Über­brü­ckungs­hil­fen. Für die klei­ne Schuh­bou­tique oder den Mode­la­den um die Ecke gibt es dazu gute Nach­rich­ten: Sai­son­wa­re – also Win­ter­be­klei­dung oder nicht mehr ver­kauf­te Weih­nachts- und Sil­ves­ter­ar­ti­kel, die vor dem Lock­down Mit­te Dezem­ber im Regal lie­gen geblie­ben sind – kön­nen zu 100 Pro­zent als Fix­kos­ten ange­setzt wer­den. Micha­el Schro­di lobt die Ver­bes­se­run­gen für die­se seit Wochen geschlos­se­nen Geschäf­te: „Hier wur­de gründ­lich nach­ge­bes­sert. Die Kos­ten für nicht ver­kauf­te Win­ter­wa­re wer­den antei­lig – bis zu 90 Pro­zent – über­nom­men. Das ist sehr wich­tig, um mit den klei­nen und belieb­ten Geschäf­ten unse­re Innen­stadt­be­rei­che wei­ter­hin leben­dig zu hal­ten und ihnen gegen­über der Online­kon­kur­renz von Ama­zon und Co. Hil­fe anzu­bie­ten!“

Es wer­den deut­lich mehr Unter­neh­men die Über­brü­ckungs­hil­fe III Hil­fen in Anspruch neh­men kön­nen. Die Neu­start­hil­fe für Solo­selbst­stän­di­ge wird ein­ma­lig auf 50 Pro­zent des Refe­renz­um­sat­zes ver­dop­pelt und die maxi­ma­le Höhe der Betriebs­kos­ten­pau­scha­le von 5.000 Euro auf 7.500 Euro ange­ho­ben. Neben der Selbst­stän­dig­keit sol­len auch unstän­di­ge Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se im Rah­men der Neu­start­hil­fe berück­sich­tigt wer­den. Des­halb wer­den zur Berech­nung der Höhe der Betriebs­kos­ten­pau­scha­le Ein­künf­te aus unstän­di­ger Beschäf­ti­gung den Umsät­zen aus Solo­selbst­stän­dig­keit künf­tig gleich­ge­stellt. „Auch die Rei­se­wirt­schaft wird nun noch stär­ker bei den Hil­fen wegen der Umsatz­aus­fäl­le durch Absa­gen und Stor­nie­run­gen berück­sich­tigt“, sagt Schro­di und ergänzt: „Unter­neh­men erhal­ten außer­dem übri­gens noch Unter­stüt­zung für Inves­ti­tio­nen für Hygie­ne­maß­nah­men. Und um ‚Click & Coll­ect“ noch attrak­ti­ver zu machen, unter­stüt­zen wir die Digi­ta­li­sie­rung, bei­spiels­wei­se wenn Läden, die noch nicht online ver­kau­fen, einen neu­en Online-Shop ein­rich­ten. Es ist immer­hin vor­über­ge­hend eine Chan­ce sei­ne Kun­den zu bedie­nen, bei­spiels­wei­se für Buch­lä­den oder Mode­bou­ti­quen. Ins­ge­samt gibt es hier finan­zi­el­le Hil­fen von bis zu 20.000 Euro.“