Armuts- und Reichtumsbericht: Soziale Ungleichheit gefährdet Zusammenhalt!

Armuts- und Reichtumsbericht: Soziale Ungleichheit gefährdet Zusammenhalt!

Micha­el Schro­di, SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter für die Land­krei­se Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck äußert sich als zustän­di­ger Bericht­erstat­ter der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on besorgt über den neu­en Armuts- und Reich­tums­be­richt. „Was uns die Coro­na-Pan­de­mie wie unter einem Brenn­glas vor Augen geführt hat, belegt der neue Armuts- und Reich­tums­be­richt jetzt mit har­ten Zah­len: Die Lebens­ver­hält­nis­se in unse­rer Gesell­schaft haben sich aus­ein­an­der­ent­wi­ckelt.“ Der Bericht bestä­tigt damit auch das, was der zwei­te Armuts­be­richt für den Land­kreis Dach­au beschrie­ben hat.

Gera­de die Kri­se zei­ge, dass der Blick allein auf die Ein­kom­mens­si­tua­ti­on nur ein unvoll­stän­di­ges Bild zeich­ne. Der neue Armuts- und Reich­tums­be­richt hat des­halb auch die Dimen­sio­nen Ver­mö­gen, Wohn­si­tua­ti­on und Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on in den Blick genom­men.

Wäh­rend die obers­ten 1 Pro­zent der reichs­ten Deut­schen 35 Pro­zent des gesam­ten Ver­mö­gens besit­zen, hat inzwi­schen jeder sechs­te Haus­halt über­haupt kein Ver­mö­gen, auf das im Not­fall zurück­ge­grif­fen wer­den kann. Auch die schwie­ri­ge Situa­ti­on auf dem Woh­nungs­markt und Miet­stei­ge­run­gen trä­fen vor allem ein­kom­mens­ar­me Men­schen hart. „Wäh­rend wir – auch durch die Ein­füh­rung des Min­dest­lohns – inzwi­schen Ein­kom­mens­zu­wäch­se in allen Ein­kom­mens­be­rei­chen sehen, sind immer noch zu vie­le Men­schen in pre­kä­ren und schlecht bezahl­ten Arbeits­ver­hält­nis­sen beschäf­tigt.“ Beson­ders dra­ma­tisch sei dabei, dass der Auf­stieg aus den unte­ren sozia­len Lagen immer weni­ger Men­schen gelin­ge, unter­streicht Schro­di, der Spre­cher der Arbeits­grup­pe Ver­tei­lungs­ge­rech­tig­keit und sozia­le Inte­gra­ti­on der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on ist.

Auch im Land­kreis Dach­au hat­te der 2018 erschie­ne­ne Zwei­te Armuts­be­richt der Cari­tas das Aus­maß und ver­schie­de­ne Dimen­sio­nen von Armut im Land­kreis auf­ge­zeigt. „Das Pro­blem sozia­ler Ungleich­heit ist also auch bei uns vor Ort ein drän­gen­des The­ma.“

Die SPD hat in der Bun­des­re­gie­rung dafür gesorgt, die sozia­len und wirt­schaft­li­chen Fol­gen die­ser Kri­se deut­lich abzu­mil­dern: Durch das Kurz­ar­bei­ter­geld haben wir über zwei Mil­lio­nen Arbeits­plät­ze erhal­ten und mit dem Kin­der­bo­nus Fami­li­en unter die Arme gegrif­fen. Die von der SPD-Frak­ti­on durch­ge­setz­te Grund­ren­te hilft den­je­ni­gen, die ihr Leben lang gear­bei­tet und ein­ge­zahlt haben und trotz­dem nur eine zu nied­ri­ge Ren­te bekom­men wür­den.

Die SPD hat in der Bun­des­re­gie­rung dafür gesorgt, die sozia­len und wirt­schaft­li­chen Fol­gen die­ser Kri­se deut­lich abzu­mil­dern: Durch das Kurz­ar­bei­ter­geld haben wir über zwei Mil­lio­nen Arbeits­plät­ze geret­tet und mit dem Kin­der­bo­nus haben wir Fami­li­en unter die Arme gegrif­fen. Die von der SPD-Frak­ti­on durch­ge­setz­te Grund­ren­te hilft den­je­ni­gen, die ihr Leben lang gear­bei­tet haben und trotz­dem nur eine zu nied­ri­ge Ren­te bekom­men wür­den.

Micha­el Schro­di zeigt sich aber besorgt dar­über, dass die sozia­le Mobi­li­tät, also die Durch­läs­sig­keit und die Chan­ce auf Auf­stieg, deut­lich abge­nom­men hat. Es dür­fe nicht sein, dass die Chan­cen auf ein gutes Leben vom Geld­beu­tel der Eltern abhin­gen. Eine sol­che Zemen­tie­rung gesell­schaft­li­cher Ver­hält­nis­se gefähr­det den sozia­len Zusam­men­halt und die Demo­kra­tie, ist sich Schro­di sicher.

„Um die Kluft in der Gesell­schaft dau­er­haft zu schlie­ßen, brau­chen wir in den nächs­ten Jah­ren wei­te­re Maß­nah­men: gut bezahl­te, tarif­ge­bun­de­ne Arbeit, eine gerech­te Ver­tei­lung der Las­ten und Inves­ti­tio­nen in Bil­dung, Woh­nungs­bau und Kli­ma­schutz. Das Zukunfts­pro­gramm der SPD lie­fert dafür genau die rich­ti­gen Ant­wor­ten wie einen Min­dest­lohn von min­des­tens 12 Euro, die steu­er­li­che Ent­las­tung klei­ne­rer und mitt­le­rer Ein­kom­men und eine Kin­der­grund­si­che­rung, die gera­de sol­che Fami­li­en mehr unter­stützt, die es auch wirk­lich brau­chen“, betont Schro­di. Gegen Alters­ar­mut hel­fe nur die Stär­kung der gesetz­li­chen Ren­te und eine Sta­bi­li­sie­rung und Anhe­bung des Ren­ten­ni­veaus.

Das alles ist aber nicht mit der CSU und CDU zu machen. Deren Vor­schlä­ge wür­den die sozia­le Spal­tung viel­mehr noch ver­schär­fen: wei­te­re Ent­las­tung von Spit­zen­ein­kom­men und von gro­ßen Kon­zer­nen - finan­ziert durch Spar­po­li­tik zulas­ten not­wen­di­ger Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen.

Der Armuts- und Reich­tums­be­richt zei­ge deut­lich, dass wir die Sche­re jetzt schlie­ßen und mehr sozia­le Mobi­li­tät ermög­li­chen müs­sen. „Das ist volks­wirt­schaft­lich rich­tig und stärkt zugleich den sozia­len Zusam­men­halt und unse­re Demo­kra­tie“, so Schro­di.