Wohnen ist ein Grundrecht!

Wohnen ist ein Grundrecht!

Der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Micha­el Schro­di sorgt sich um die Mie­te­rin­nen und Mie­ter der Woh­nungs­kon­zer­ne Von­o­via und Deut­sche Woh­nen, die nun fusio­nie­ren wol­len. „Woh­nen ist ein Grund­recht. Die zu gro­ße Markt­macht eines Kon­zerns­birgt die Gefahr noch stär­ke­rer Miet­erhö­hung. Wir brau­chen des­halb mehr Schutz der Mie­te­rin­nen und Mie­ter und vor allem­mehr öffent­li­chen Woh­nungs­bau.“

Die geplan­te Fusi­on der bei­den Woh­nungs­kon­zer­ne Von­o­via und Deut­sche Woh­nen betrifft auch zahl­rei­che Men­schen im Land­kreis Fürs­ten­feld­bruck und Dach­au, denn allei­ne in Fürs­ten­feld­bruck besitzt die Von­o­via fast 1.000 Woh­nun­gen. Außer­dem hat Deut­sche Woh­nen im ver­gan­ge­nen Jahr die Isa­ria Wohn­bau über­nom­men, die in Dach­au beim ehe­ma­li­gen MD-Papier­ge­län­de aktiv ist. „Wenn sich immer mehr Wohn­raum in den Hän­den gewinn­ori­en­tier­ter, pri­va­ter Kon­zer­ne ballt, bedeu­tet dies so gut wie immer stei­gen­de Mie­ten.“ Dies sei sogar wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie, in der vie­le auf­grund von Kurz­ar­beit oder Kün­di­gun­gen weni­ger Ein­kom­men zur Ver­fü­gung haben, der Fall gewe­sen.

"Statt­des­sen ist es jetzt an der Zeit, mehr öff­net­li­chen und genos­sen­schaft­li­chen Wohn­raum zu schaf­fen, um vor allem Men­schen mit mitt­le­ren und klei­ne­ren Ein­kom­men erschwing­li­chen Wohn­raum anzu­bie­ten."

Die Fusi­on des größ­ten Woh­nungs­un­ter­neh­mens (Von­o­via) mit dem zweit­größ­ten (Deut­sche Woh­nen) sieht Schro­di sehr kri­tisch: „Die­ser Zusam­men­schluss kann zu einer teil­wei­se markt­be­herr­schen­den Stel­lung füh­ren, wes­halb ich hof­fe, dass hier das Bun­des­kar­tell­amt genau hin­sieht.“ Durch den star­ken Zuzug in die Land­krei­se Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck habe­sich die Woh­nungs­si­tua­ti­on vor allem auch für jun­ge Men­schen und Beschäf­tig­te mit klei­nem bis mitt­le­rem Ein­kom­men wesent­lich verschärft.„Nur durch kla­re Rege­lun­gen auf dem Woh­nungs­markt wie einen zeit­lich befris­te­ten Mie­ten­de­ckel und vor allem zeit­na­he Inves­ti­tio­nen in den öffent­li­chen Woh­nungs­bau kann hier Abhil­fe geschaf­fen wer­den.

Durch den star­ken Zuzug in die Land­krei­se Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck habe sich die Woh­nungs­si­tua­ti­on vor allem auch für jun­ge Men­schen und Beschäf­tig­te mit klei­nem bis mitt­le­rem Ein­kom­men wesent­lich ver­schärft. „Nur durch kla­re Rege­lun­gen auf dem Woh­nungs­markt wie einen zeit­lich befris­te­ten Mie­ten­de­ckel und vor allem zeit­na­he Inves­ti­tio­nen in den öffent­li­chen Woh­nungs­bau kann hier Abhil­fe geschaf­fen wer­den. Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz hat als Bür­ger­meis­ter der Han­se­stadt Ham­burg mit dem Bau von 10.700 Woh­nun­gen­al­lein im Jahr 2018 vor­ge­macht, wie es geht“, so Schro­di. Hier­für sei­en Inves­ti­tio­nen not­wen­dig, um genos­sen­schaft­li­chen und öffent­li­chen Woh­nungs­bau zu för­dern.

"Nur indem wir sicher­stel­len, dass neu ent­ste­hen­der Wohn­raum kei­ne Ren­di­te für Aktio­nä­re abwer­fen muss, kön­nen wir sicher sein, dass bezahl­ba­rer Wohn­raum ent­steht."