
Anlässlich des Besuchs von Friedrich Merz in Dachau hat Michael Schrodi eine Plakataktion gestartet. Zwei Wochen zuvor hatten hier rund 5000 Bürgerinnen und Bürger für Solidarität und Demokratie demonstriert, es gab herbe Kritik an der CDU/CSU und deren gemeinsamer Abstimmung mit der rechtsextremen AfD.
„Herr Merz plant, vor allem die Reichsten in unserem Land zu entlasten, nicht die breite Mitte der Gesellschaft. Die milliardenschweren Mindereinnahmen durch diese Steuergeschenke werden riesige Löcher in die öffentlichen Haushalte auch der Städte und Gemeinden in unserem Wahlkreis reißen.“
Schrodi, der den Wahlkreis seit 2017 im Bundestag vertritt, kritisiert Merz für seine Weigerung, in den vergangenen Wochen noch wichtige Themen wie das Rentenpaket im Bundestag zu beschließen, um damit für Sicherheit bei den Renten zu sorgen und das Rentenniveau zu stabilisieren. „Steuergeschenke für Superreiche kosten jährlich 100 Milliarden Euro. Er muss sich auch ehrlich machen und den Bürgerinnen und Bürgern erklären, wo er sparen will, um diese Summe wieder reinzuholen.“ Die Union kündigt zwar Kürzungen an, lässt aber offen, wo gekürzt werden soll. Bleibt also zum Beispiel das Deutschlandticket, das die CDU/CSU streichen möchte, tatsächlich auf der Strecke? „Wie sieht es mit der Rente, dem Kindergeld oder mit den dringend benötigten Investitionen in die Bahn aus?“
Schrodi verwies auf den besonderen Ort der Veranstaltung: Sie fand in einem Saal neben der Georg-Scherer-Halle statt, benannt nach dem Sozialisten und Widerstandskämpfer Georg Scherer, der sechs Jahre im Konzentrationslager Dachau verbringen musste.
Schrodi: „Die Abstimmung der CDU/CSU mit der rechtsextremen AfD ist ein historischer Tabubruch. Frau Dr. Eva Umlauf, Überlebende des KZ Auschwitz, war in Dachau und hat Herrn Merz in einem offenen Brief aufgefordert, umzukehren. Am Ort des ersten Konzentrationslagers in Deutschland und nach der deutlichen Kritik unter anderem von Frau Umlauf oder der Lagergemeinschaft Dachau ist es an der Zeit, sich für diesen historischen Fehler zu entschuldigen!“
Zu den Plakaten rund um den Veranstaltungsort sagt Michael Schrodi:
„Als Bundestagsabgeordneter ist es seit fast acht Jahren mein Anliegen, Interessenvertreter für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger unseres Wahlkreises zu sein. Die Pläne des CDU/CSU-Kanzlerkandidaten schwächen den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Herr Merz lässt viele Fragen offen, die auch die Bürgerinnen und Bürger meines Wahlkreises essenziell betreffen. Ich halte Wort: Ich werde mich weiterhin einsetzen, für ein gutes Miteinander von Jung und Alt, Männern und Frauen, finanziell Starken und Schwachen, Menschen ohne und mit Migrationshintergrund und für ein solidarisches Deutschland.“
