Schrodi fordert Hardware-Nachrüstung bei Dieselfahrzeugen auf Kosten der Hersteller

Schrodi fordert Hardware-Nachrüstung bei Dieselfahrzeugen auf Kosten der Hersteller

Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Mit­glied des Umwelt­aus­schus­ses Micha­el Schro­di macht sich gemein­sam mit der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on im Rah­men der Debat­te um die Die­sel­fahr­zeu­ge mit Abgas­norm Euro 5 und Euro 6 für die tech­ni­sche Nach­rüs­tung stark.

„Es geht hier­bei um die Luft­rein­heit und die Gesund­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger“, macht Schro­di klar. Im Jahr 2017 wur­den in 65 Städ­ten, dar­un­ter auch Mün­chen, die NO²-Grenz­wer­te über­schrit­ten. Die Auto­in­dus­trie hat die Ver­ant­wor­tung, nun die Kos­ten für die Hard­ware-Nach­rüs­tun­gen tra­gen. Der Vor­schlag des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ters Scheu­er, CSU, ist hin­ge­gen völ­lig unzu­rei­chend. „Herr Scheu­er will ledig­lich Soft­ware­up­dates und Her­stel­ler­ra­bat­te bei Kauf eines Neu­wa­gens. Damit wälzt er die Kos­ten auf die Ver­brau­cher ab, die im Ver­trau­en auf die kor­rek­ten Anga­ben der Her­stel­ler einen Die­sel-PKW gekauft haben. Das ist unge­recht und den Men­schen zu Recht nicht ver­mit­tel­bar“, führt Micha­el Schro­di aus.

Die­sel­fahr­ver­bo­te lehnt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Micha­el Schro­di ab. Bereits 2017 hat Schro­di im Gespräch mit der IHK klar gemacht: „Die ört­li­chen Betrie­be, die in Mün­chen ihre Auf­trä­ge aus­füh­ren müs­sen, dür­fen nicht unter der Situa­ti­on lei­den.“ Das glei­che gilt laut Schro­di für Pend­ler, die ihre Autos gekauft haben, um damit täg­lich in die Arbeit zu kom­men. „Ich kann gut ver­ste­hen, wenn man als Nut­zer eines Die­sel-Fahr­zeugs befrem­det ist und einem die mög­li­chen Fahr­ver­bo­te Sor­gen berei­ten.“ Hard­ware­nach­rüs­tun­gen bei Die­sel-PKW mit der Abgas­norm Euro 5 und 6 kön­nen die NOx-Emis­sio­nen um 70 % (inner­orts) bzw. 90 % (außer­orts) ver­rin­gern und so Die­sel­fahr­ver­bo­te ver­hin­dern.

Es geht aber auch um die Zukunft einer deut­schen Schlüs­sel­in­dus­trie: Autos „Made in Ger­ma­ny“ gehö­ren zu den bes­ten der Welt und sichern hun­dert­tau­sen­de Arbeits­plät­ze in Deutsch­land. Tau­sen­de Beschäf­tig­te machen bei den Auto­mo­bil­her­stel­lern und den Zulie­fer­er­un­ter­neh­men eine her­vor­ra­gen­de Arbeit. Das soll auch in Zukunft so blei­ben. „Dafür braucht es aber das Ver­trau­en der Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher, dass die Fahr­zeu­ge sau­ber, sicher und zuver­läs­sig sind“, betont Schro­di.