Ein mehr als gutes Ergebnis im Gut Graßlfing: Einstimmig wurde der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion in seiner Heimatstadt Olching für das Bundestags-Direktmandat des Wahlkreises 214 nominiert.

Erster Gratulant am Samstagvormittag war kein Geringerer als der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans. Mit dem einstigen Finanzminister von Nordrhein-Westfalen verbindet Schrodi nicht nur viele Gemeinsamkeiten in finanzpolitischen Fragen – „ohne dich wäre ich nicht das, was ich heute bin“, bedankte sich Schrodi in seiner Rede im gut gefüllten Biergarten der Olchinger Braumanufaktur, alle 58 Delegierte gaben ihre Stimme für Schrodi ab. Mit dabei waren auch die stellvertretende Dachauer Landrätin Marianne Klaffki, die sich bei Schrodi für seine engagierte Arbeit im Bundestag und im Wahlkreis bedankte. SPD-Oberbürgermeister Florian Hartmann (Dachau) hob hervor, dass Michael Schrodi sich besonders gegen Demokratiefeinde einsetze: „Du zeigst Haltung! Das ist unfassbar wichtig.“ Ein Heimspiel hatte das Olchinger Oberhaupt Andreas Magg, der Schrodi als „politisches Schwergewicht“ lobte.
Für den 47-Jährigen Schrodi stünde bei der Bundestagswahl im Herbst 2025 die dritte Legislaturperiode an. Nach zunächst vier Jahren im Umwelt- und im Finanzausschuss spezialisierte sich Schrodi schon während der Ampel-Koalitionsverhandlungen auf die Steuerpolitik. Als finanzpolitischer Sprecher hat er sich in Berlin einen Namen als ausgewiesener Experte gemacht, wie auch Walter-Borjans in seiner Rede betonte. Schrodi sei zudem ein „Scharnierpolitiker“, der es schaffe, trotz der detailreichen Arbeit in Berlin den Kontakt in den Wahlkreis aufrechtzuerhalten. Ein Beispiel hierfür waren die intensiven Gespräche mit Landwirten während deren Protesten.
„Die SPD ist und bleibt Bollwerk für soziale Gerechtigkeit“, versprach Schrodi in seiner Bewerbungsrede. Ausführlich ging er dabei auf die Herausforderungen ein, die in den vergangenen sieben Jahren das Land ereilten, um dann klarzumachen, dass es trotzdem überhaupt keinen Grund gibt, den Sozialstaat abzubauen, im Gegenteil: „Einen schwachen Staat können sich nur Reiche leisten“, erklärte er, „wir haben und wir werden innere, äußere und soziale Sicherheit stärken.“ Dass Michael Schrodi motiviert ist, ein neues Bundestagsmandat anzunehmen, daran zweifelte bei der Aufstellungsversammlung niemand.
