100 Tage Ampelkoalition - eine zusammenfassung

100 Tage Ampelkoalition - eine zusammenfassung

Tra­di­tio­nell erfolgt nach 100 Tagen eine ers­te Bestands­auf­nah­me: Was hat die neue Regie­rung erreicht, was nicht? In unse­rem Fall sind in den ers­ten Wochen aller­dings so vie­le neue Auf­ga­ben mit unglaub­li­cher Trag­wei­te hin­zu­ge­kom­men, dass die Fra­ge eher lau­ten muss: Wie fle­xi­bel haben wir auf die rasan­ten Ent­wick­lun­gen reagiert? Und ich fin­de, wir haben uns fle­xi­bel gezeigt und dabei zugleich einen küh­len Kopf bewahrt.

Eini­ge selbst auf­er­leg­te For­de­run­gen aus unse­rem ambi­tio­nier­ten Koali­ti­ons­ver­trag haben wir schnell umge­setzt, und es zeigt sich, dass die­ser Weit­blick gera­de in Kri­sen­zei­ten beson­ders hilf­reich ist – denn wir haben, auch im Ener­gie­be­reich, schon vor dem Angriff von Putins Trup­pen auf die Ukrai­ne für finan­zi­el­le Ent­las­tung bei Men­schen mit nied­ri­gem Ein­kom­men gesorgt. Zu nen­nen sind die stu­fen­wei­se Anhe­bung des Min­dest­lohns, der noch im Herbst 2022 auf 12 Euro stei­gen wird, und der Heiz­kos­ten­zu­schuss, der im Janu­ar ver­ab­schie­det wur­de. Von die­sem Zuschuss wer­den deutsch­land­weit 710.000 Haus­hal­te pro­fi­tie­ren.

Pres­se­mit­tei­lung: Heiz­kos­ten­zu­schuss für Wohn­geld­emp­fän­ger (19.1.2022)

Nach Kriegs­aus­bruch haben wir früh auf die wei­ter stei­gen­den Ener­gie­prei­se reagiert und ein Ent­las­tungs­pa­ket ver­ein­bart. Dazu gehört ein ein­ma­li­ger Heiz­kos­ten­zu­schuss für Wohngeldempfänger:innen, Bezieher:innen von BAföG und Berufs­aus­bil­dungs­bei­hil­fe. Wir haben die­sen für Ein-Per­so­nen-Haus­hal­te nun auf 270 Euro ver­dop­pelt. Außer­dem schaf­fen wir die EEG-Umla­ge bereits zum 1. Juli 2022 ab. Wir erhö­hen die Pend­ler­pau­scha­le und ent­las­ten damit Fernpendler:innen im länd­li­chen Raum. Zu den steu­er­li­chen Ent­las­tun­gen gehö­ren auch eine Erhö­hung des Arbeit­neh­mer­pausch­be­trags bei den Wer­bungs­kos­ten und des Grund­frei­be­trags bei der Ein­kom­men­steu­er.

Und: Wir wer­den einen ein­ma­li­gen Zuschuss von 100 Euro an Men­schen zah­len, die Leis­tun­gen der sozia­len Siche­rungs­sys­te­me erhal­ten. Damit federn wir die stei­gen­den Ener­gie­kos­ten und die pan­de­mie­be­ding­ten Mehr­aus­ga­ben ein Stück weit ab.

Kampf gegen die Pan­de­mie

Die Aner­ken­nung für die Arbeit der Beschäf­tig­ten im Gesund­heits­we­sen vor allem wäh­rend der Pan­de­mie muss sich auch im Porte­mon­naie bemerk­bar machen. Des­halb haben wir einen Pfle­ge­bo­nus für die Pfle­ge­kräf­te in den Kran­ken­häu­sern und ande­ren Ein­rich­tun­gen auf den Weg gebracht. 

Vul­nerable und älte­re Men­schen müs­sen vor dem Coro­na-Virus geschützt wer­den, denn ihr Risi­ko für einen schwe­ren Ver­lauf ist sehr hoch. Des­halb haben wir das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz über­ar­bei­tet und eine Impf­pflicht für Mit­ar­bei­ten­de in Ein­rich­tun­gen wie Kran­ken­häu­sern oder Pfle­ge­ein­rich­tun­gen ein­ge­führt. So kann das Anste­ckungs­ri­si­ko gesenkt und die Impflü­cke ein Stück weit geschlos­sen wer­den.

Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz mit Micha­el Schro­di am 9. Dezem­ber 2021

Kampf gegen rechts

Wir haben am 11. März erst­mals den natio­na­len Gedenk­tag für die Opfer ter­ro­ris­ti­scher Gewalt began­gen. Damit rücken wir die Situa­ti­on der Betrof­fe­nen und Ange­hö­ri­gen wei­ter in den Fokus.

Unse­re Reak­ti­on auf den Krieg in der Ukrai­ne

Das Son­der­ver­mö­gen für die Bun­des­wehr schafft Raum für drin­gend nöti­ge Inves­ti­tio­nen in die Fähig­kei­ten für Sicher­heit und Ver­tei­di­gung und für eine best­mög­li­che Aus­rüs­tung der Soldat:innen. Wir sichern damit die Zukunft unse­rer Bünd­nis- und Lan­des­ver­tei­di­gung.

Gleich­zei­tig lagern wir das Son­der­ver­mö­gen aus und grei­fen den Kern­haus­halt nicht an, sodass wei­ter aus­rei­chen­de Mit­tel für die inne­re und sozia­le Sicher­heit zur Ver­fü­gung ste­hen. Sei es bei uns wich­ti­gen The­men wie der Kin­der­grund­si­che­rung, der Sta­bi­li­sie­rung der Ren­ten und den not­wen­di­gen Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen – die Men­schen in unse­rem Land kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass die Inves­ti­tio­nen im Ver­tei­di­gungs­be­reich kei­ne not­wen­di­gen und bereits ver­ein­bar­ten Aus­ga­ben im rest­li­chen Haus­halt gefähr­den.