Kernaussagen der IMK-Studie zu Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2025

Kernaussagen der IMK-Studie zu Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2025

Infor­ma­tio­nen aus einer aktu­el­len Stu­die des Insti­tuts für Makro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung, IMK Report Nr. 194, Janu­ar 2025:
All­ge­mei­ne Steu­er­sen­kun­gen und Kür­zun­gen von Sozi­al­leis­tun­gen hel­fen der Wirt­schaft nicht.
Not­wen­dig sind eine Stär­kung der Bin­nen­nach­fra­ge, eine Reform der Schul­den­brem­se, öffent­li­che wie pri­va­te Inves­ti­tio­nen und eine geziel­te Indus­trie­po­li­tik.

Hier­zu wei­te­re Kern­aus­sa­gen:

  • For­de­run­gen nach Lohn- und Sozi­al­kür­zun­gen sowie all­ge­mei­nen Steu­er­sen­kun­gen wer­den als wenig hilf­reich ange­se­hen.
    • „In der öffent­li­chen Debat­te wer­den ver­schie­dens­te struk­tu­rel­le Pro­ble­me für die Sta­gna­ti­on ver­ant­wort­lich gemacht, ins­be­son­de­re über­bor­den­de Büro­kra­tie, hohe Steu­ern, über­mä­ßi­ge Sozi­al­aus­ga­ben und zu hohe Bür­ger­geld­sät­ze, die angeb­lich dazu füh­ren, dass immer mehr Men­schen die Arbeit ein­stel­len. Hin­zu kom­me, dass Deutsch­land den tech­no­lo­gi­schen Anschluss ver­lo­ren habe und des­halb die eige­nen Pro­duk­te auf dem Welt­markt nicht mehr wett­be­werbs­fä­hig sei­en. Damit sei das bis­he­ri­ge Wachs­tums­mo­dell Deutsch­lands geschei­tert, das stär­ker als ande­re ent­wi­ckel­te Volks­wirt­schaf­ten auf indus­tri­el­le Wert­schöp­fung gesetzt habe. Als ver­meint­li­che Lösun­gen wer­den dann – wie schon vor etwas mehr als 20 Jah­ren – Lohn- und Sozi­al­kür­zun­gen sowie Steu­er­sen­kun­gen emp­foh­len.“
    • „Ein nüch­ter­ner Blick auf wich­ti­ge volks­wirt­schaft­li­che Daten und die öko­no­mi­sche Ent­wick­lung Deutsch­lands seit der Jahr­tau­send­wen­de lässt an die­ser Erklä­rung stark zwei­feln. Zwar ist unum­strit­ten, dass Deutsch­land der­zeit nicht mehr das export­ge­trie­be­ne Wirt­schafts­wachs­tum der ers­ten bei­den Jahr­zehn­te des aktu­el­len Jahr­tau­sends eins zu eins repli­zie­ren kann. Die Ursa­chen sind aller­dings kom­ple­xer als der­zeit ger­ne dis­ku­tiert – und das Fun­da­ment der deut­schen Wirt­schaft deut­lich soli­der, inno­va­ti­ver und erfolgs­ver­spre­chen­der, als es häu­fig wahr­ge­nom­men wird.“

  • Not­wen­dig sind eine Stär­kung der Bin­nen­nach­fra­ge, stei­gen­de Ein­kom­men, eine Über­win­dung der aktu­el­len Nach­fra­ge­schwä­che, eine Fis­kal­po­li­tik, die not­wen­di­ge Infra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen auf den Weg bringt und pri­va­te Inves­ti­tio­nen anregt, eine Been­di­gung der geld­po­li­ti­schen Restrik­tio­nen, eine geziel­te in der EU abge­stimm­te Indus­trie­po­li­tik sowie eine Ver­rin­ge­rung des Strom­prei­ses.
    • „Dabei ist eine hin­rei­chen­de Bin­nen­nach­fra­ge erfor­der­lich, damit Export­ori­en­tiert­heit mit stei­gen­den Ein­kom­men und einer ten­den­zi­ell aus­ge­gli­che­nen Leis­tungs­bi­lanz ver­ein­bar ist.“
    • „Am dring­lichs­ten ist die Über­win­dung der aktu­el­len Nach­fra­ge­schwä­che durch eine Fis­kal­po­li­tik, die not­wen­di­ge Infra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen auf den Weg bringt und ein güns­ti­ges Umfeld für pri­va­te Inves­ti­tio­nen und Inno­va­tio­nen schafft, sowie eine Been­di­gung der geld­po­li­ti­schen Restrik­ti­on.“
    • „Eine geziel­te und auf EU-Ebe­ne abge­stimm­te Indus­trie­po­li­tik sowie Maß­nah­men zur Ver­rin­ge­rung des Strom­prei­ses sind eben­so erfor­der­lich wie eine neue Balan­ce zwi­schen Regu­lie­rung und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit.“

Hier
die Pres­se­mit­tei­lung des IMK,
die Stu­die

Unter der Rubrik "Im Fokus" möch­te ich nach­weis­li­che Falsch­be­haup­tun­gen, Schlecht­re­de­rei­en und unter­schwel­li­ge Nar­ra­ti­ve gera­de­rü­cken, sofern sie in mei­nem Arbeits­be­reich im Bun­des­tag lie­gen. Wich­tig ist mir dabei, ganz ein­fach beleg­ba­re Fak­ten spre­chen zu las­sen.