
Seit 72 Jahren gedenken Menschen in Dachau gemeinsam mit der DGB-Jugend unter dem Titel „Erinnern heißt kämpfen“ der Opfer der Novemberpogrome. Auch Michael Schrodi gedenkt gemeinsam mit der Vorsitzenden der BayernSPD, Ronja Endres, und vielen weiteren Genossinnen und Genossen den Opfern der Verbrechen der Nationalsozialisten.
In diesem Jahr hielt die ehemalige Generalsekretärin der SPD und aktuelle Vorsitzende des DGB, Yasmin Fahimi, die offizielle Gedenkrede. Dabei mahnte sie, gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung durch den rechten Rand, für eine Zukunft des solidarischen Miteinanders einzustehen.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die Reichspogromnacht, markierte den Übergang von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zu offener Feindschaft und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland und Europa. In dieser Nacht wurden landesweit Synagogen niedergebrannt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, und unzählige jüdische Familien verraten und verfolgt. In der Folge wurden etwa 11 000 jüdische Männer in das Konzentrationslager Dachau deportiert, wo sie brutaler Gewalt ausgesetzt waren.
„Dieser Anlass ist mehr als eine historische Erinnerung - er ist Auftrag und Verpflichtung zugleich“, so Michael Schrodi im Anschluss der Gedenkfeier in seinem Wahlkreis. Es gilt für uns, gemeinsam gegen die Zunahme und Normalisierung rassistischer und antisemitischer Hetze und rechter Gewalt einzustehen und die Menschenrechte zu verteidigen. Eine Gesellschaft, die nicht aus ihrer Geschichte lernt, riskiert, ihre dunkelsten Kapitel zu wiederholen.
Unser Gedenken hier ist ein Versprechen: Nie wieder!
