Blockade beim Ausbau der Windenergie in Bayern und im Bund aufheben!

Blockade beim Ausbau der Windenergie in Bayern und im Bund aufheben!

Seit Ein­füh­rung der 10H-Rege­lung ist der Aus­bau der Wind­ener­gie in Bay­ern dra­ma­tisch ein­ge­bro­chen. Es fin­det seit­her kaum noch nen­nens­wer­ter Zubau statt. Dabei han­delt es sich um eine Ver­hin­de­rungs­re­ge­lung in Bay­ern! Im Bund wie­der­um sind die Plä­ne von Wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er und der CDU/CSU zur Umset­zung der 1000 Meter-Abstands­re­ge­lung ein „Wind­kraft-Ver­hin­de­rungs­ge­setz“.

Seit fünf Jah­ren gilt die ver­schärf­te Abstand­re­ge­lung für Wind­rä­der in Bay­ern. Dem­nach müs­sen neu errich­te­te Anla­gen einen Min­dest­ab­stand zu Häu­sern haben, der zehn­mal die Höhe des Wind­ra­des misst (10H-Rege­lung). Die Fol­ge: Bis heu­te kom­men nur fünf Pro­zent des im Frei­staat erzeug­ten Stroms aus der Wind­ener­gie. Dabei brau­chen wir sie drin­gend, um unse­re Kli­ma­zie­le lan­des­weit sowie in den Kom­mu­nen zu errei­chen.

In vie­len Land­krei­sen ste­hen bei­na­he kei­ne Flä­chen mehr für den Wind­kraft­aus­bau zur Ver­fü­gung, auch wenn eini­ge Kom­mu­nen trotz 10H-Rege­lung an einem Aus­bau der Wind­kraft arbei­ten. Doch die Rege­lung ver­hin­dert nicht nur die Akzep­tanz in der Bevöl­ke­rung son­dern erschwert sowohl die Antrag­stel­lung als auch die Umset­zung neu­er Wind­kraft­an­la­gen mas­siv.

In einem Appell for­dert nun der Bun­des­ver­band Wind­Ener­gie e.V. - Lan­des­ver­band Bay­ern eine offe­ne Dis­kus­si­on über die 10H-Rege­lung und deren Anpas­sung, damit in Bay­ern end­lich wie­der Wind­ener­gie­an­la­gen gebaut wer­den. Vie­le gro­ße Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, Arbeit­neh­mer­ver­tre­tun­gen wie die IG Metall Bay­ern, Ver­bän­de und Ver­ei­ne wie der BUND Natur­schutz in Bay­ern e.V. und Kom­mu­nen unter­stüt­zen die For­de­rung. Wir brau­chen auch in unse­ren Land­krei­sen eine Wen­de, denn so wird kei­ne der Kom­mu­nen ihre Kli­ma­zie­le errei­chen. Ich unter­stüt­ze den Appell daher aus­drück­lich!

Auch bun­des­weit ist der Aus­bau der Wind­kraft an Land (Onshore) in die­sem Jahr fast zum Erlie­gen gekom­men. Der Plan von Minis­ter Alt­mai­er, eine gene­rel­le 1000 Meter-Abstands­re­ge­lung von Sied­lun­gen ab fünf Wohn­häu­sern fest­zu­le­gen, sei daher fak­tisch ein „Wind­kraft-Ver­hin­de­rungs­ge­setz“, so Schro­di. Eine Stu­die des Bun­des­um­welt­am­tes zeigt, dass ein pau­scha­ler Sied­lungs­ab­stand von 1000 Metern deutsch­land­weit die Pla­nungs- und Bau­flä­chen um 20 bis 50 Pro­zent ver­rin­gert. Das Ergeb­nis: Über 80 Pro­zent der Flä­chen in der Bun­des­re­pu­blik ste­hen dann nicht mehr für Wind­kraft­an­la­gen zur Ver­fü­gung.

Das kön­nen wir nicht hin­neh­men. Die Nut­zung von Wind­ener­gie ist eine kos­ten­güns­ti­ge und emis­si­ons­ar­me Mög­lich­keit der Ener­gie­ge­win­nung. Daher ist sie eine Schlüs­sel­tech­no­lo­gie für Ener­gie­wen­de und Kli­ma­schutz.

Und nicht nur das: Wir gefähr­den zudem mas­siv Arbeits­plät­ze in einer wich­ti­gen Zukunfts­bran­che. Seit 2016 sind in der deut­schen Wind­in­dus­trie mehr als 40.000 Arbeits­plät­ze abge­baut wor­den“, so der Abge­ord­ne­te. Auch öko­no­misch sei also die Blo­cka­de des Wind­ener­gie­aus­baus unsin­nig, gera­de in Zei­ten, in denen es ohne­hin schon gro­ße Umbrü­che in Indus­trien wie der Auto­bran­che gibt. Das kön­nen und wol­len wir uns nicht leis­ten.

Den Appell des Bun­des­ver­band Wind­Ener­gie e.V. - Lan­des­ver­band Bay­ern fin­den Sie hier.