Ver­kehr und Infra­struk­tur

Wir brau­chen bezahl­ba­re und ver­netz­te Mobi­li­tät in Deutsch­land!

Als SPD ste­hen wir für genau hier­für. Ziel ist dabei, in Zukunft sau­be­re und inno­va­ti­ve Lösun­gen zu fin­den, die den Bedürf­nis­sen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ent­spre­chen und gleich­zei­tig ver­ein­bar sind mit dem Schutz von Kli­ma, Umwelt und Gesund­heit. In der Digi­ta­li­sie­rung sehen wir eine Chan­ce, die­se Zie­le zu errei­chen.

Daher for­de­re ich ...

... den Aus­bau des ÖPNV-Ange­bots

Das Ange­bot des Öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs (ÖPNV) ist in der Regi­on Dach­au und Fürs­ten­feld­bruck schon sehr umfang­reich, den­noch gibt es auch hier Pro­jek­te, die vor­an­ge­trie­ben wer­den müs­sen:

  • Zügi­ger Bau der zwei­ten Stamm­stre­cke in Mün­chen
  • Vier­glei­si­ger Aus­bau der S4 auf dem West­arm der Linie
  • Ganz­tä­gi­ger 10-Minu­ten-Takt auf den Lini­en der S3, S4 und S8
  • Bes­se­re Ver­bin­dung zwi­schen den S-Bahn-Lini­en durch Express-Bus­se

Hier­bei muss vor allem die Bezahl­bar­keit gewähr­leis­tet sein. Nur durch ein attrak­ti­ves, bezahl­ba­res Ange­bot kann die Nut­zung des ÖPNV lang­fris­tig geför­dert und die Ein­däm­mung des täg­li­chen Indi­vi­du­al­ver­kehrs erreicht wer­den. Die im Dezem­ber 2019 in Kraft tre­ten­de Tarif­re­form des MVV ist ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung: Pend­ler  und Viel­fah­rer wer­den ent­las­tet und die Tari­fe wer­den ver­ein­facht und über­sicht­li­cher.

Im Rah­men des Kli­ma­schutz­pa­kets der Bun­des­re­gie­rung haben wir uns im Sep­tem­ber erneut für unse­re Idee eines 365 Euro-Ticket für Bus­se und Bah­nen stark gemacht. Wir wer­den als Bund zehn wei­te­re Städ­te in Modell­pro­jek­ten bei der Ein­füh­rung unter­stüt­zen. Gleich­zei­tig sor­gen wir dafür, dass neue Infra­struk­tur für Stra­ßen­bah­nen, U-Bah­nen und Bus­sen mit zusätz­li­chen Mit­teln im Rah­men des Gemein­de- und Ver­kehrs­ge­set­zes (GVFG) gebaut wer­den kön­nen. Wir wer­den außer­dem für mehr Ver­bin­dun­gen bei Bus­sen und Bahn sor­gen, in dem wir die Mit­tel für den Regio­nal­ver­kehr in den nächs­ten Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich erhö­hen.

... den Aus­bau der Schie­nen­in­fra­struk­tur

Der Anteil der Schie­ne am gesam­ten Güter­ver­kehr liegt in Deutsch­land bei nur 18,6 Pro­zent (Stand: 2017) und ist seit der Bahn­re­form nur gering­fü­gig um 2 Pro­zent gestie­gen. Zwar hat der Schie­nen­gü­ter­ver­kehr auf der Schie­ne in abso­lu­ten Zah­len seit 1994 deut­lich zuge­nom­men, das gilt aber in noch grö­ße­rem Maße für den Lkw-Ver­kehr auf der Stra­ße.  Schuld dar­an sind die feh­len­den Kapa­zi­tä­ten auf der Schie­ne sowie der Nach­hol­be­darf bei der Erhal­tung der Schie­nen­in­fra­struk­tur.

Wir brau­chen daher ...

  • Die Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Schie­nen­ver­kehrs durch Steu­er­ent­las­tun­gen, Inves­ti­tio­nen und Wie­der­be­le­bung von Stre­cken
  • Den Aus­bau des Anteils der elek­tri­fi­zier­ten Stre­cken im deut­schen Schie­nen­netz von der­zeit knapp 60 auf 70 Pro­zent bis 2025
  • Die Digi­ta­li­sie­rung des Schie­nen­ver­kehrs
  • Die Reak­ti­vie­rung von Bahn­stre­cken (in Bay­ern gibt es z.B. 156 still­ge­leg­te Bahn­stre­cken und über 1100 still­ge­leg­te Bahn­hö­fe)

Im Rah­men des Kli­ma­schutz­pa­kets der Bun­des­re­gie­rung haben wir im Sep­tem­ber die Stär­kung der Schie­ne als Rück­grat einer Mobi­li­täts­wen­de beschlos­sen. Die Deut­sche Bahn erhält daher in den kom­men­den zehn Jah­ren zusätz­lich 10 Mil­li­ar­den Euro Eigen­ka­pi­tal, damit sie mehr in die Elek­tri­fi­zie­rung, in die Digi­ta­li­sie­rung und bes­se­ren Ser­vice im Schie­nen­ver­kehr inves­tiert kann. Das Bahn­fah­ren wird bil­li­ger, indem wir die Mehr­wert­steu­er für Bahn­ti­ckets absen­ken. Gleich­zei­tig been­den wir den unfai­ren Wett­be­werb mit dem Luft­ver­kehr und bekämp­fen Dum­ping­prei­se beim Flie­gen. Wir stär­ken den Güter­ver­kehr auf der Schie­ne. Als Alter­na­ti­ve zum Lkw wer­den wir den Trans­port auf der Schie­ne mit Ein­zel­wa­gen för­dern. Außer­dem erhö­hen wir die Maut für Lkws, die viel CO₂ aus­sto­ßen. Das alles sind Maß­nah­men in die rich­ti­ge Rich­tung!

... die Digi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung der Mobi­li­tät

Es muss gene­rell eine bes­se­re digi­ta­le Ver­ein­bar­keit zwi­schen ver­schie­de­nen Ver­kehrs­ver­bün­den beim Ticket­kauf (z.B. per App) geben. Hier­bei soll­te es eine Zusam­men­ar­beit der Deut­schen Bahn mit den regio­na­len Ver­kehrs­ver­bün­den sowie Betrei­bern von Regio­nal­ver­bin­dun­gen geben. Genau­so soll­te es selbst­ver­ständ­lich sein, dass Tickets in digi­ta­ler Form aus­rei­chen und die Bezah­lung ein­fach und sicher über die App erfolgt.

man riding bicycle on city street

... die Stär­kung des Rad­ver­kehrs

Neben dem ÖPNV muss auch der Rad­ver­kehr in den Mobi­li­täts­kon­zep­ten mehr Raum ein­neh­men. Der auto­mo­bi­le Indi­vi­du­al­ver­kehr nimmt in den Köp­fen und im öffent­li­chen Raum noch zu viel Platz ein. Ein ver­netz­tes Rad­we­ge­kon­zept über kom­mu­na­le Gren­zen hin­weg, muss drin­gend ent­wi­ckelt wer­den.

Den Rad­fah­rern muss für ihre Sicher­heit dabei auch genug Platz ein­ge­räumt wer­den, der klar von den Stra­ßen abge­grenzt ist, um die Unfall­ge­fahr zu ver­rin­gern. Eine attrak­ti­ve Gestal­tung des Rad­ver­keh­res wird in der Fol­ge zum Rück­gang des Auto-Indi­vi­du­al­ver­keh­res füh­ren. Dies ist aus Umwelt­schutz- und Kli­ma­schutz­grün­den unbe­dingt not­wen­dig. Wei­te­rer Vor­teil von einem Rück­gang des Auto­ver­kehrs ist die Not­wen­dig­keit der Park­platz­vor­hal­tung. Die frei­wer­den­den Flä­chen, die nicht als Fahr­rad­park­platz genutzt wer­den, ste­hen neu­en Nut­zungs­kon­zep­ten zur Ver­fü­gung.

Wir brau­chen daher ...

  • Rad­schnell­we­ge zwi­schen den Kom­mu­nen und in die umlie­gen­den Städ­te (Mün­chen, Augs­burg)
  • Siche­re und durch­gän­gi­ge Fahr­rad­we­ge in den ein­zel­nen Kom­mu­nen und zwi­schen den Kom­mu­nen

Das Land­rats­amt Fürs­ten­feld­bruck setzt der­zeit ein Rad­we­ge­kon­zept um - der nächs­te Schritt ist die Aus­wer­tung einer Befah­rung von 700 km Rad­ver­kehrs­ver­bin­dun­gen in Hin­blick auf Ver­kehrs­si­cher­heit, Wege­zu­stand, Wege­brei­te, mög­li­che Gefah­ren­stel­len, Hin­der­nis­se, Netz­lü­cken und Weg­wei­sung. Die Bür­ger wur­den eben­falls befragt.

Auch der Land­kreis Dach­au ist dabei, ein Rad­ver­kehrs­kon­zept umzu­set­zen. Hier wer­den in den kom­men­den Wochen ein Abschluss­be­richt und ein Rad­ver­kehrs­hand­buch erwar­tet.

... die För­de­rung alter­na­ti­ver Antrie­be

Der klas­si­sche Ver­bren­nungs­mo­tor hat eine lan­ge Erfolgs­ge­schich­te,  ist aber nicht die Zukunft der Mobi­li­tät. Für die Fahr­zeu­ge, die auch zukünf­tig nicht durch ande­re Mobi­li­täts­an­ge­bo­te kom­pen­siert wer­den kön­nen (so bei­spiels­wei­se Hand­werks­fahr­zeu­ge, Pend­ler in Regio­nen mit noch schlecht aus­ge­bau­ter öffent­li­cher Ver­kehrs­in­fra­struk­tur, Fahr­zeu­ge des ÖPNV, etc.), müs­sen alter­na­ti­ve Antrie­be und Treib­stof­fe gefun­den wer­den, die das Kli­ma und die Umwelt deut­lich weni­ger belas­ten, als die gän­gi­gen Moto­ren. Hier­für brau­chen wir eine öko­lo­gi­sche Indus­trie­po­li­tik, wel­che die Ent­wick­lung von CO₂-neu­tra­len Kraft­stof­fen und neu­en, spar­sa­men Antrie­ben für Flug­zeu­ge vor­an­treibt.

Wir brau­chen daher ...

  • Stär­ke­re Inves­ti­tio­nen in die For­schung und Ent­wick­lung sowie die Nut­zung von alter­na­ti­ven Antrie­ben und Treib­stof­fen (Elek­tro­an­trieb, Was­ser­stoff­mo­to­ren, power-to-liquid, power-to-gas, etc.)
  • Eine Aus­wei­tung der Lade­infra­struk­tur für Elekt­o­fahr­zeu­ge in Zusam­men­ar­beit der Kom­mu­nen, der kom­mu­na­len Stadt­wer­ke und pri­va­ter Anbie­ter
  • Die wei­te­re För­de­rung der Schaf­fung von Lade­infra­struk­tur von Bür­ge­rin­nen und Bür­gern

... den Erhalt bestehen­der Stra­ßen

In Bezug auf die Stra­ßen muss die Prio­ri­tät auf dem Erhalt der bestehen­den Stra­ßen lie­gen. Ein Stra­ßen­neu­bau soll­te nur bei unbe­ding­ter Not­wen­dig­keit vor­ge­nom­men wer­den. Eine wei­te­re Flä­chen­ver­sie­ge­lung in die­sem Bereich soll­te maß­voll sein, öko­lo­gisch ver­tret­bar und unter stren­gen Kos­ten-Nut­zen-Über­le­gun­gen vor­ge­nom­men wer­den.

Wir brau­chen daher ...

  • Den flä­chen­de­cken­den Ein­satz von Stra­ßen­er­hal­tungs­ma­nage­ment­sys­te­men, um bedarfs­ge­rech­te und kos­ten­spa­ren­de Sanie­rungs­mög­lich­kei­ten aus­zu­schöp­fen
  • Eine intel­li­gen­te Ver­kehrs­steue­rung (z.B. durch abge­stimm­te Ampel­schal­tun­gen) um lan­ge Stau­zei­ten und damit Umwelt­ver­schmut­zung zu ver­mei­den
  • Bei Erschlie­ßungs­ar­beit stär­ke­re Koor­di­na­ti­on von ver­schie­de­nen Gewer­ken (Glas­fa­ser, Breit­band­aus­bau, Lei­tungs­ver­le­gun­gen, Fern­wär­me, etc.), um mehr­ma­li­ge Stra­ßen­er­neue­run­gen zu ver­mei­den

All die­se Maß­nah­men sol­len dazu die­nen, fol­gen­de Zie­le zu errei­chen ...

  • Ein­däm­mung des auto­mo­bi­len Indi­vi­du­al­ver­kehrs
  • Errei­chen von Kli­ma- und Umwelt­schutz­zie­len
  • Erhal­ten von bezahl­ba­ren Ver­kehrs­lö­sun­gen
  • Ver­net­zung unter­schied­li­cher Ange­bo­te