Schrodi fordert Hardware-Nachrüstung bei Dieselfahrzeugen auf Kosten der Hersteller

26. September 2018

Der Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Umweltausschusses Michael Schrodi macht sich gemeinsam mit der SPD-Bundestagsfraktion im Rahmen der Debatte um die Dieselfahrzeuge mit Abgasnorm Euro 5 und Euro 6 für die technische Nachrüstung stark.

„Es geht hierbei um die Luftreinheit und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger“, macht Schrodi klar. Im Jahr 2017 wurden in 65 Städten, darunter auch München, die NO²-Grenzwerte überschritten. Die Autoindustrie hat die Verantwortung, nun die Kosten für die Hardware-Nachrüstungen tragen. Der Vorschlag des Bundesverkehrsministers Scheuer, CSU, ist hingegen völlig unzureichend. „Herr Scheuer will lediglich Softwareupdates und Herstellerrabatte bei Kauf eines Neuwagens. Damit wälzt er die Kosten auf die Verbraucher ab, die im Vertrauen auf die korrekten Angaben der Hersteller einen Diesel-PKW gekauft haben. Das ist ungerecht und den Menschen zu Recht nicht vermittelbar“, führt Michael Schrodi aus.

Dieselfahrverbote lehnt der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi ab. Bereits 2017 hat Schrodi im Gespräch mit der IHK klar gemacht: „Die örtlichen Betriebe, die in München ihre Aufträge ausführen müssen, dürfen nicht unter der Situation leiden.“ Das gleiche gilt laut Schrodi für Pendler, die ihre Autos gekauft haben, um damit täglich in die Arbeit zu kommen. „Ich kann gut verstehen, wenn man als Nutzer eines Diesel-Fahrzeugs befremdet ist und einem die möglichen Fahrverbote Sorgen bereiten.“ Hardwarenachrüstungen bei Diesel-PKW mit der Abgasnorm Euro 5 und 6 können die NOx-Emissionen um 70 % (innerorts) bzw. 90 % (außerorts) verringern und so Dieselfahrverbote verhindern.

Es geht aber auch um die Zukunft einer deutschen Schlüsselindustrie: Autos „Made in Germany“ gehören zu den besten der Welt und sichern hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland. Tausende Beschäftigte machen bei den Automobilherstellern und den Zuliefererunternehmen eine hervorragende Arbeit. Das soll auch in Zukunft so bleiben. „Dafür braucht es aber das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass die Fahrzeuge sauber, sicher und zuverlässig sind“, betont Schrodi.

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