BAYERN VORWÄRTS: Drei Fragen an Michael Schrodi

Du bist ja der einzige „Neue“ in der SPD-Landesgruppe Bayern. Wie wurdest Du von den „alten“ MdBs aufgenommen?

Meine Kolleginnen und Kollegen in der Landesgruppe waren alle sehr freundlich und haben mir geholfen, mich zurechtzufinden. Wobei ich alle schon mehr oder weniger kannte. Ich hatte ja bereits 2013 für den Bundestag kandidiert und war vier Jahre lang erster Nachrücker.

Du hast erst Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt und dann auf dem zweiten Bildungsweg Fach-Abi und Uni drangehängt. Hat dieser Weg auch Deine politische Einstellung beeinflusst?

Ja. Mein Vater war Schlosser und in der IG Metall, meine Mutter Hausfrau. In unserer Familie war es nicht selbstverständlich, Abitur zu machen. Es ist unerträglich, dass gerade im reichen Bayern immer noch der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern entscheidet. Meine Ausbildung und den Weg über die Berufsoberschule möchte ich aber nicht missen: Diese Erfahrungen haben mich zum einen in meinen politischen Positionen bestärkt und zum anderen habe ich auf der BOS meine Frau Simone kennengelernt.

Mit dem FC Ismaning und dem SC Fürstenfeldbruck hast Du es bis zur Landes- und Bayernliga geschafft. Welche Position warst Du damals – und welche willst Du heute in der Fraktion einnehmen?

In der höchsten Amateurliga zu spielen und sogar einmal im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund hat ungemein Spaß gemacht. Meine Positionen waren das offensive Mittelfeld und der Sturm. Und so halte ich es auch in der Politik. Ich will da hin, wo man angreifen kann und sich etwas tut. Für mich sind das die Themen Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt, bezahlbarer Wohnraum, auskömmliche Renten und Verteilungsgerechtigkeit.

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